Freitag, 9. Oktober 2015

Die diebische Tänzerin im Weingeschäft

Ich stand in einer Schlange an einem Weinstand an. Alles war auf Hochglanz poliert, viel Glas und Chrom. Der Weinstand an sich befand sich im inneren einer Halle, es kann aber auch die Lobby eines piekfeinen Hotels gewesen sein. Vor mir war ein Herr an der Reihe. Er verlangte nach einem sehr edlen Tropfen. Die Flasche, die er auf einmal in der Hand hielt, war eher gewöhnlich, so auch der Wein, denn er hatte eine olivgrüne bis schmutzig gelbe Färbung, sehr seltsam. Er trank einen großen Schluck gleich aus der Flasche. Ich fragte, ob der Wein schmeckt. »Na ja«, sagte er, »geht so«. 


Was hat er denn gekostet? »20 €« , war seine knappe Antwort. Ich betrachtete ihn von der Seite, registrierte seine Schiebemütze und seine restliche in grau gehaltene Kleidung in modischem Look. Ich dachte mir, dass er ein Künstler sein müsse. Er stand in irgendeiner Verbindung zu mir, aber so genau wollte ich das gar nicht wissen in dem Traum. Ich hatte das Bedürfnis mich davon zu stehlen, also sagte ich ihm, dass ich zur Toilette müsse. Ich hatte in diesem Moment die Gedanken und Gefühle einer Tänzerin und ich wusste, dass ich mich in der Schweiz befand. Ich verließ den Wein Stand und stand auf einer Art Prachtboulevard, alles war in Licht getaucht, glänzte und erweckte den Anschein von Reichtum. Die Straßen war nass, aber es regnete nicht mehr.


Ich lief auf einem überdachten Weg bis zu den Toiletten, die ebenfalls sehr luxuriös ausgestattet waren. Ich war beeindruckt von dem schwarzer Marmor und den goldene Wasserhähnen. Ich setzte mich also auf das edle Teil von Toilette und entdeckte direkt vor mir eine große Reisetasche. Ich machte sie neugierig und ohne Bedenken zu haben auf, um zu schnüffeln. Es war die Tasche eine Tänzerin, was hat man eindeutig an den Klamotten erkannt. Ich interessierte mich aber weniger für die Klamotten, denn für die Schminkutensilien. Das war genau das, was ich brauchte, also steckte ich es in meine Reisetasche, die der gefundenen ähnlich war. Als ich die Toilette verlassen wollte, rannte ich gegen die Besitzerin der Tasche oder sie gegen mich. Ich nickte, als sie mich fragte, ob ihre Tasche noch da drin läge. Schnell machte ich mich mit meinem Diebesgut davon, aber nicht triumphierend, sondern ängstlich. Mein Gewissen regte sich. Gerade wollte ich die geklauten Sachen in dem Weinladen hinterlegen, als ich auch schon aufwachte.