Montag, 7. September 2015

Traum von einem riesigen Aquarium und vom Partyberg

In diesem Traum wohnte ich in einem Garten, alles stand unter freiem Himmel. Eigentlich war es eine heruntergekommene Parzelle. Der Rasen ist schon seit vielen Jahren nicht mehr gemäht worden, der Zaun stand krumm und schief, die Vegetation war komplett vertrocknet. Inmitten des trockenen hohen Grases, Grillen hab ich auch zirpen gehört, stand mein Bett, ein paar Sessel, ein Tisch und andere Einrichtungsgegenstände. Aber den meisten Platz nahm ein riesiges Aquarium ein, es war so groß wie ein Eisenbahnwagon. 


Das Aquarium war mir nicht neu, ich erinnerte mich schlagartig an die vielen Träume von Aquarien, die ich vorher hatte. Das Aquarium war absolut ungepflegt, und bevor ich mich in die Betrachtung so richtig vertiefen konnte, dachte ich mir noch, es würde mich wundern, wenn da noch irgendein Fisch am Leben wäre, denn ich fand im Traum nie die Zeit, mich um die Pflege der Aquarien zu kümmern. Dazu waren meine Träume immer irgendwie zu kurz. Aber ich hatte mich geirrt, das Aquarium war voller Leben.

Auf einmal ging über dem Aquarium ein Licht an, eine Neonlampe schwebte im Nichts und hinter dem Aquarium kam grinsend ein Reitstall Besitzer hervor, den ich aus dem realen Leben kenne. Ich wollte nichts von ihm wissen, weil mir einfiel, wie schlecht er seine Pferde behandelt hat, schlecht, zumindest für mein empathisches Empfinden. Die Lampe aber gehörte ihm, »was solls«, dachte ich mir, »dann soll er eben dabei sein«.

Gemeinsam betrachteten wir das Innere des Beckens. Manche Fische waren mutiert und sahen gefährlich aus, andere waren komplett vernarbt, sie hatten augenscheinlich ein schweres Leben. Das wollte ich sofort ändern. Das Wasser war zwar klar, aber rostfarben, so wie der ganze Rahmen des Aquariums verrostet war. Gerade ich wollte ich den Reitstall Besitzer fragen, wo man am besten Futter auftreiben konnte, da war er schon dabei die Fische zu füttern, Ich fragte ihn, was das sei, er antwortete: “Schillerlocken, sind eh schon abgelaufen.“ Die Fische stürzten sich gierig auf das Futter, aber er fütterte nicht weiter. Er öffnete einfach eine der Scheiben und das Wasser stand, es lief nicht etwa heraus, doch  einige der Raubfische schwammen mir in der Luft entgegen. Er fragte mich, ob ich Bock hätte, im Anschluss an die Rettungsaktion mit ihm auf den Partyberg zu gehen. Was zum Geier ist ein Partyberg, dachte ich, aber ich sagte »ok«.

Ich duckte mich, da sah ich, wie der Typ am Boden kauerte und eines der Tiere untersuchte, es war so etwas wie ein kleiner Waran. Er hatte ein Vorderbein verloren und er war aggressiv, richtig bösartig. Ich nahm ihn auf, um zu verhindern, dass er weglief. Da dreht er sich um und biss mir mit seinen nadelspitzen Zähnen in den Finger. Er steckte in einem Hautsack, seine Haut war viel zu weit, sie schlabberte nur so um ihn herum, deshalb konnte ich ihn nicht mehr festhalten, er lief davon. Ich blutete an der Hand. Ich versuchte, die in der Luft schwimmenden Raubfische, eine Mischung aus Forelle und Muräne, wieder in das Aquarium zu treiben, was mir auch zum Teil gelang.

Ich musste mich noch bei ein paar Leuten entschuldigen, da sie von den Raubfischen angegriffen wurden, aber geholfen hat mir keiner. Ich stand wieder an dem Aquarium und schaute mir die kleineren Fische an, sie alle versteckten sich hinter und zwischen den großen Steinen, sie waren uralt und sehr ungepflegt. Ich griff in das vor mir stehende Wasser hinein, um die Fische woanders unterzubringen, da fing alles an zu verschwimmen.

Ich stand auf besagtem Partyberg und wollte hochklettern, denn je höher hinauf es ging, umso toller die Party. Alle paar Meter hockten Aufpasser, denn das Gras war nass und teilweise schlammig, so dass ich immer wieder abrutschte. Bis ganz hinauf in das bunte Treiben bin ich jedoch nicht gekommen. Ich bedauerte das, aber nicht sonderlich, denn ich musste immer wieder an das heruntergekommene Aquarium denken und an die armen Fische, denen ich so gar nicht helfen konnte.

Erschöpft bin ich aufgewacht und dachte mir; Mist, wieder konnte ich so gut wie nichts ausrichten. 


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