Montag, 25. Mai 2015

Die grüne Fee und das Glücksschweinchen

Der Traumeintritt geschah dieses Mal auf einem Feld. Ich sah mich um und plötzlich sah ich so etwas wie einen Riss in der Traumrealität. Er wurde immer größer, bis ich etwas Grünes schimmern sah. Ein Durchgang führte in eine andere Welt, in der alles urtümlich, grün und frisch war. Ich sah mit Moos überzogene Felsen, hohe Bäume und viel smaragdgrüne Vegetation. Doch in der Pforte saß ein Wesen, dass mich freundlich ansah, eine Fee, dachte ich im Traum, das muss eine Fee sein. 

Man konnte nicht erkennen wo ihre Haut aufhörte und ihre Kleidung anfing, alles an ihr war lebendig. Sie mutete an wie ein Hybridwesen, halb Pflanze halb Mensch. Ein wunderschönes Fabelwesen. Ihre Haare waren Farn ähnlich und mit Blüten durchzogen. Ihr Gesicht änderte ständig die Farbe, aber der Hauptton blieb stets grün. Sie schillerte in allen Schattierungen von grün. Das seltsamste an ihr waren die Hände. Sie waren bunt wie ein Regenbogen, und sahen aus wie ausgefranste Spülschwämme. Mit diesen Händen griff sie freundlich lächelnd nach meinen Armen und zog mich mit einem lustigen “Huuub“auf ihre Ebene hoch. Sie teilte mir telepathisch mit, dass sie solche Hände haben muss, damit sie mich festhalten kann. Ich sah mich erstaunt, wie verzaubert um und nahm wahr, das alles vor Nässe troff. Der ständige feine Sprühnebel erinnerte mich an Irland, die Luft roch frisch und gesund. 

Als ich die Fee erneut ansah, verblasste sie bereits. Zum Abschied winkte sie mir freundlich lächelnd zu. Noch bevor ich den Verlust so richtig betrauern konnte, fand ich mich auf einem Markt stehend wieder. In meinen Armen hielt ich ein kleines niedliches rosa Ferkel. Jemand rempelte mich an und wies mir den Weg. Ich lief los und stand, nachdem ich eine mittelalterliche Gasse passiert hatte, in einer großen Halle. In dieser Halle standen hunderte von Containern, in denen Flüchtlinge wohnten. 

Die Container waren alle mit einem Vorhang versehen, so dass man nicht ins Innere schauen konnte, dennoch vernahm ich ein Stimmengewirr, aus vielen verschiedenen Sprachen. Wie das in Träumen so ist, wusste ich nicht, wie ich plötzlich ins Innere eines der Container kommen konnte. Anhand der hektischen Sprache konnte ich die Insassen eindeutig der arabischen Kultur zuordnen. Im Traum verstand ich, was gesagt wurde. Ich sollte mit dem Schweinchen ins Kontor gehen, dort erwartete man mich schon.

 Auch das Kontor erreichte ich praktisch per Beaming. Ich stellte mich in der Schlange zu einem der Schalter an und streichelte liebevoll das kleine Ferkel, welches sich selig grunzend auf meinen Arm kuschelte. Als ich dran war, streckte der Kontorarbeiter die Arme nach meinem Schweinchen aus. Das ging mir dann doch zu schnell und ausserdem befand ich den Menschen als kalt. Schützend drehte ich mich ein wenig zur Seite und sagte zu ihm :“ Das Ferkel ist nicht zum essen bestimmt.“ »Das weiß ich«, sagte der Schaltermensch lächeld, »es ist doch ein Glücksschwein«. Ich weiß nicht, ob er das Schweinchen in Empfang nehmen konnte, denn ich bin aufgewacht und hatte die Arme immer noch auf eine Weise verschränkt, dass ich für den Momenet glaubte, das Schweinchen sei noch bei mir.

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