Freitag, 27. März 2015

Das 5. Rad am Wagen

In dem Traum sah ich mich selbst an einem Brunnen stehend, der eine Mischung aus mehreren mir bekannten Springbrunnen war. Der Brunnen hatte einen Aufbau in der Mitte, aus den Mäulern mehrerer Wasserspeier tropfte und floss das Wasser in das große Becken. Eine alte Frau saß strickend in der Mitte des Brunnens auf dem Aufbau. Das Wasser war glasklar, doch trotzdem stimmte etwas nicht. Um besser in den Brunnen sehen zu können, stützte ich mich auf dem Brunnenrand ab. Der Traumbrunnen war zwar rund, dennoch sah ich im Wasser etwas Dunkles verkeilt in einer Ecke liegen. Das Etwas hatte langes schwarzes Fell, es sah aus wie ein ertrunkenes Tier. 

Die Alte strickte emsig weiter, sah aber kurz auf, als ich fragte, um welche unglückselige Kreatur genau es sich handelt, welche da im Wasser liegt. Kurz angebunden sagte sie:“ Ein Hund.“ Ich sah etwas genauer hin und stellte fest, dass der Hund nicht tot war. Seine Nase tauchte von Zeit zu Zeit an der Wasseroberfläche auf, so dass er atmen konnte. Plötzlich hing der Hund in einem orangenen Tragegurt in der Luft, die Feuerwehr sorgte für eine schnelle Rettung. Telepathisch erklärte mir die Alte, dass die Besitzerin noch nicht genau wusste, ob es sich noch lohnen würde den Hund zu retten. Was die frevelhafte Besitzerin des armen Hundes umgestimmt hat, wurde mir nicht klar. 

Der Hund kam auf mich zu, er war wirklich riesig. Er schleckte mir übers Gesicht und in dem Moment tat er mir richtig leid, weil er so eine verräterische Besitzerin hat. Ergeben lief der riesige Hund hinter seiner Besitzerin her, die einen Kinderwagen vor sich herschob. Im Nachhinein wurde mir klar, dass der Hund in dem Brunnen lieber gestorben wäre, als ein Leben als 5. Rad am Wagen zu führen. Voller Mitleid wachte ich auf.