Samstag, 23. März 2013

Der Traum vom goldenen Zwerg


Ich befand mich in einer Umgebung, die gleichzeitig Jugendherberge, Ferienlager und Kinderheim war. Der Raum war getäfelt mit dunklem, edlem Holz. Es war ein 6 eckiger Raum. Den Mittelpunkt bildete ein Fernseher. Die Betten waren alle eine Art Separée, umgebenen von Paravent’s mit Pflanzenranken.

Einige schemenhafte Gestalten regten sich auf über die Lautstärke des Fernsehers und dass sie dadurch nicht schlafen könnten, also stellte ich den Fernseher leise. Ich war in dem Traum sowohl Bewohnerin des Hauses, als auch Aufsichtsperson und Beobachterin.

Schließlich legte ich mich in eines der riesigen Betten und fand mich kurz darauf in einer Riesenradgondel wieder. Die Gondel war grün, genau wie die pflanzenreiche Umgebung, wenn ich hinaus schaute. Aber ich konnte das nicht genießen, im Gegenteil, denn ich hatte Angst, weil ich im Traum wusste, (ich nenne dies für mich "Traum- Intuition"), dass das Kinderheim gleich in die Luft fliegen würde, im Sinne von gesprengt. Also stieg ich aus der Gondel aus und fand mich gleich darauf im Keller des Kinderheims wieder. Ich stand in der Mitte, genau zwischen 2 großen Kellerfenstern. Ich sah 2 Gestalten, die sich zum linken Kellerfenster schlichen. 

Sie schoben ein gefesseltes Dinosaurierbaby vor sich her, dem man die Schnauze zugeklebt hatte. Da wusste ich in meinem Traum, dass sie das Kinderheim in die Luft sprengen wollten, damit man die Dinosaurierknochen findet und die Stadt diesbezüglich Ausgrabungen finanzieren würde. Ich wusste aber auch, dass wenn ich nicht sofort aus dem rechten Kellerfenster hinauskletterte, dass es meine Knochen sein würden, die man findet. Also tat ich es und ich hatte Glück, ich wurde nicht entdeckt. Im nächsten Moment stand ich draußen, drehte mich um und stand vor einer uralten Ruine. Um genau zu sein, standen von dem Gebäude nur noch 2 Eckmauern da. Es war gleichzeitig Denkmal und Ruine.

Ich habe die Explosion nicht erlebt, sondern einen Zeitsprung gemacht. Ich war froh im Traum, dass Die Welt um mich herum nicht in Fetzen geflogen ist. Ich stand an einer Hausmauer und drehte mich in eine andere Richtung und dacht mir noch, na das hat sicher keiner überlebt. Ich schaute runter und sah mich einem Kind gegenüber, von dem ich wusste, es kommt genau wie ich aus dem Kinderheim, was die Ruine einst war. Es schaute mich mit großen Augen an, wobei ich nicht sagen kann, ob es ein Junge oder ein Mädchen war. Das Kind war ungefähr 10 Jahre alt und hatte riesige unschuldige Augen, mit denen es mich ununterbrochen staunend betrachtete. 

Plötzlich fing ich an zu schrumpfen, ich sah mich wieder aus 3 Perspektiven gleichzeitig, aus meiner, aus der des Kindes und aus der des Beobachters. Mein Gesicht fing an zu zerfließen, es bekam einen katzenhaften Ausdruck. Meine Haut wurde golden und sah aus wie mit Diamantstaub gepudert. Ich hatte eine mit Goldfäden durchwirkte Brokat Livree an, die über und über mit kostbaren, funkelnden Edelsteinen besetzt war. Ich sah aus wie ein goldener Zwerg. Schließlich war ich auf Augenhöhe mit dem Kind und wusste, es hat überlebt, genau wie ich. 

Ich stellte dem Kind immer wieder die gleiche Frage: “Du glaubst doch an Außerirdische? Du glaubst doch an Außerirdische? Du glaubst doch an Außerirdische? Usw. Als ich aufwachte murmelt ich diesen Satz immer weiter, solange, bis mir vollends bewusst wurde, was ich da die ganze Zeit sagte.